Bild Sweet Table Vintage Hochzeit

Wie man in 6 Schritten einen Sweet Table plant

Hallo, mein Name ist Gyöngyi und ich schreibe seit 2011 den Blog Das Süße und der bittere Rest, ein geekiger und detailverliebter Lifestyle und Foodblog. Heute habe ich die Ehre, hier für Euch zu schreiben.

Kurz zu meiner Person, damit Ihr wisst, mit wem Ihr es hier zu tun habt: 2002 fing ich mit dem Backen an. Das war zu Zeiten, als ich zu Geburtstagsfeiern immer mein selbstgemachtes Tiramisu mitgebracht habe! Das wurde mir auf die Dauer etwas langweilig. Ich begann, neue Rezepte auszuprobieren und bevor ich mich versah, quoll mein Bücherregal nur so über vor Back- und Tortendekorationsbüchern und aus meiner Küche wurde ein Fundus für Backformen, Utensilien und Zutaten. Das Backen wurde meine Leidenschaft!

Neben meiner Backleidenschaft plane und feiere ich unheimlich gerne ganzheitliche Partys, auf denen von der Dekoration über das Essen bis hin zur Musik alles zusammenpasst. Ich bin gerne Gastgeberin und liebe es meinen Gästen ihre Begeisterung anzusehen, wenn sie die Kleinigkeiten entdecken, die ich mir ausgedacht habe, damit sie eine schöne Zeit haben.

Wenn wir schon dabei sind: Zu einer gelungenen Feier gehört dabei für mich immer ein sensationelles Buffet. Denn nicht nur wird immer gegessen, nein, hier schafft man Gesprächsstoff, rundet das Bild ab und, nicht zu unterschätzen und zu vergessen ist folgender Aspekt: Man sorgt für das leibliche Wohl seiner Gäste.

Eine gute Organisation und Planung ist bei großen und kleinen Feiern für mich  unumgänglich und wer Zeit und Spass am Organisieren hat, ist hier genau richtig.

Zwar bin ich für Spontanität und Ideen auf den letzten Drücker immer zu haben, aber ein bisschen Planung muss sein. Ein bis zwei Monate vor dem Event mit der Planung zu beginnen, ist durchaus realistisch und nicht übertrieben; Bei Hochzeiten sollten es sogar drei bis vier Monate sein.

 

Bild Sweet Table Vintage Hochzeit

Candy Bar Vintage Geburtstag

Bild Wald-Party Candybar

Sweet Tabe für eine Wald Party

 

1. Motto überlegen

Ich habe eine bestimmt ungesunde Schwäche für Mottopartys und suche immer nach dem letzten Schrei. Sei es die Eiskönigin Geburtstagsparty oder ein schwarz weiß Babyshower. Ich finde es schön, wenn das Motto dem Anlass oder der Person, die feiert, angepasst ist. Ich überlege, welche Hobbies, Vorlieben, Lieblingsfarben, -film etc. die Person hat oder im Falle eines Babyshowers, welches Thema zu Baby und Mama passt.

Es kann aber auch ganz simpel gemottet ;) werden, wie etwa ein Farbschema, was zum Beispiel beliebt auf Hochzeiten ist.

Ganz wichtig ist natürlich dabei, dass es sich richtig anfühlt, denn ich habe die Erfahrung gemacht, dass ein Buffet, welches an ein Motto angepasst ist, nicht nur toll aussieht und sich auf Fotos gut macht, sondern auch ein erster guter Schritt in weiterer Planung ist, ein guter Ausgangspunkt sozusagen. Hierfür bemühe ich sehr oft Pinterest. Hier kann man virtuelle Pinnwände erstellen aber auch die Suche bemühen und sich inspirieren lassen.

2. Recherche

Witzigerweise ist der Begriff des Sweet Table eher ein deutscher. Wollt Ihr mehr Inspiration sucht bei Google oder Pinterest besser nach Dessert Table oder Dessert Buffet. Hier werdet Ihr buchstäblich erschlagen von Eindrücken. Gebt Ihr nun Euer Motto in Kombination mit ein werdet Ihr feststellen, dass schon jede erdenkliche Party gefeiert wurde, die man sich vorstellen kann. Ich erstelle für jede Mottoparty eine eigene Pinnwand auf Pinterest, pinne was das Zeug hält und komme während der Planung immer wieder auf diese zurück, entferne, füge hinzu und mache mir aber auch reale Notizen auf einem Block. Ohne Rücksicht auf Verluste und nachzudenken; Brainstorming was das Zeug hält.

Mein Lieblingstool hierfür ist auf jeden Fall wieder Pinterest. Für Hochzeiten ist Loverly eine tolle Seite, weil sie sich exklusiv mit Hochzeiten beschäftigt. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Blogs, die sich mit dem Thema Feiern beschäftigen und zum Stöbern einladen. Hier ein paar Beispiele:

Karas Party Ideas

Party Inspirations

Ein unerschöpflicher Fundus an gefeierten Mottoparties, hochgeladen von Usern.

Style me Pretty

The Little Wedding Corner

Ruffled

Tolle Blogs mit DIY und Styling rund um Hochzeiten und Fotostrecken von echten Hochzeiten.

Bild Paris Party Sommer Geburtstag

Candy Bar im Motto Paris im Sommer

 

Bild Fiesta Party Kakteen

Fiesta Party Kakteen


3. Wer sind meine Gäste?

Umfang und Geschmack des Buffets sollte immer den Gästen angepasst sein. Handelt es sich um einen Kindergeburtstag werden Eure Feigen-Ricotta Cupcakes sicherlich verschmäht und dem Smarties Kastenkuchen den Vorzug gegeben. Handelt es sich um einen Mädelstreff, werden sie euch für jede neue Innovation lieben. Ihr versteht worauf ich hinaus möchte! Darüber hinaus macht eine gute Mischung von verschiedenen Backwaren und Naschereien nicht nur eine gute Figur, (Wortspiel ist zu schön, um wahr zu sein ;)) sondern schafft Abwechslung.

In der Regel ist die Torte das Herzstück und Hingucker des Buffets und das gilt nicht nur für Hochzeiten sondern auch für Geburtstagsfeiern. Sie sollte aber nicht zu üppig ausfallen, denn meistens möchte jeder zwar ein Stück probieren, aber eben auch von der anderen Leckereien naschen.

4. Wieviel soll es geben?

Aus Erfahrung hat sich folgendes Maß ergeben: Drei bis vier Dessertteile pro Person. Achtung! Nicht jeder wird alles essen/probieren! Das wird zwar oft angenommen aber nicht alle Geschmäcker sind gleich. Vergesst bitte auch nicht, dass meistens vorher herzhaft gegessen wurde. Plant also auf keinen Fall Eins-zu-eins Teile zu Euren Gästen, sonst bleiben Euch die Reste bis zur nächsten Feier. Und selbst mit dieser Formel bleiben in der Regel Reste.

5. Dekoration und Aufstellung

Es gibt keine zweite Chance für einen ersten Eindruck. Die Dekoration und das Gesamtbild wird das erste sein, was eure Gäste sehen werden. Ihr habt eine Vorstellung? Macht sie möglich! Haltet es schlicht, setzt ein paar Akzente und Hingucker und dann nehmt Euch Zeit für Details, denn diese werden den Gästen auffallen. Stellt Euch das Gesamtbild vor. Vergesst nicht die Wand hinter dem Buffet!

Überlegt Euch wie und auf was Ihr die Leckereien präsentieren wollt. Das Auge sollte wandern können. Etageren machen sich immer gut auf dem Buffet und denkt Euch außergewöhnliche Arten aus, zu präsentieren. Ich denke da an Körbchen, Bücher usw.

Es hat sich bewährt bei großen Buffets die Mengen zwei zu teilen und zu gleichen Teilen rechts und links aufzustellen. So gibt es keine lange Schlange beim Buffet und man kann sich von beiden Seiten bedienen.

In unmittelbare Nähe sollten Schildchen oder ein Menü über die Kuchensorten Aufschluss geben, sonst beantwortet Ihr 200 Mal dieselben Fragen ;)

6. Planung des Backens

Wenn Ihr Euch für ein Buffet entschieden habt, lasst Euch eines sagen: Outsourcing ist keine Schande! Denkt daran, dass die Backwaren bis zur Feier Platz brauchen für die Kühlung und überlegt Euch, ob ihr die Kapazitäten ofen- , platz- und zeittechnisch bewältigen könnt.

Cupcakes und Torten können einen Tag vor der Feier gebacken werden. Am Abend vor der Feier ist ideal zum Dekorieren oder morgens am Tag der Feier. Cookies und Cake Pops können bis zu zwei Tage vor der Feier gemacht werden. Bereitet alles vor, was sich vorbeireiten lässt. Was Ihr habt, das habt Ihr.

Wenn Ihr noch Fragen habt, freue ich mich von Euch zu hören und wenn Ihr Tipps habt, sehr gerne her damit!

Eure Gyöngyi 

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